Hans im Glück

Fotos: © Dieter Wuschanski

 

Die Theater Chemnitz
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Hans im Glück

von Peter Ensikat nach den Brüdern Grimm

Nach sieben Jahren harter Arbeit will Hans mit einem Klumpen Gold als Lohn nach Hause. Schwer hat er am Reichtum zu schleppen und so richtig froh wird er mit diesem Klotz am Bein auch nicht ...
Doch welch ein Glück: Es kreuzt ihm einer den Weg „der nicht sehen kann, dass ein anderer hat, was er nicht hat“. Klar, das der nicht am Gold vorbei kann ohne es Hans im Tausch gegen sein Pferd abzuschwatzen. Doch es scheint als wäre Hans zufrieden mit dem schlechten Handel?! Und so einfältig wie unser Hans ist tauscht er auch noch das Pferd gegen eine Kuh, für die Kuh bekommt er ein Schwein, für das Schwein nimmt er eine Gans und am Ende gibt er für einen gewöhnlichen Feldstein sogar noch die Gans weg. Jedoch das merkwürdige ist: Hans wird immer glücklicher auf seinem Weg nach Hause und der andere immer unzufriedener mit all dem Besitz.
Was macht uns glücklich? Was treibt uns an? Was ist wirklich wichtig im Leben? Peter Ensikat verhandelt in seiner wunderbaren Fassung des bekannten grimmschen Märchen, (er stellt dem positiv gesonnenen Hans einen vor Neid und Habgier getriebenen Hans entgegen) die Glückssuche, die große und kleine Zuschauer im Leben wie auch auf der Bühne immer wieder bewegt. Mit den Mitteln des Figurentheaters (hier leben die weiß und schwarzen Hans-Spielfiguren, verwandeln sich Würfel in Weggabelungen oder Gänseställe, springt das Schachpferd übers schwarz-weiße Spielfeld ...) wird die ewige Suche des Hans nach seinem Glück, seinem Platz im Leben inklusive aller Irrwege, Kreuzungen, Weggabelungen und Labyrinthe gezeigt.

Ein Theaterstück für Menschen von 8–10 Jahren

Regie: Claudia Friedemann
Figurenbau: Jean Weiner
Musik: Markus Ziller-Schmidt
Besetzung: Gerlinde Tschersich und Johann Raphael Boehncke

Dauer: ca. 50 Minuten

Pressekritik

Freie Presse Chemnitz | 08.03.2012

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